
Die Schweizerin Elisabeth
Flueler-Tomamichel gehört zu den Puppenmacherinnen der sog.
“ersten Stunde”. 1977 begann ihre Liebe zu diesem Metier, seit
1984 ist es ihr Beruf.
Elisabeth Flueler-Tomamichel ist eine der vielseitigsten
Künstlerinnen überhaupt. Ihre Kreativitätist grenzenlos und so
entstehen unter ihren Händen die unterschiedlichsten
Puppencharaktere aus den verschiedenartigsten Materialien. Sie
gestaltet realistische, menschliche Abbilder ebenso, wie
Figuren aus der Theaterwelt, dem Märchen oder aus ihrer
Fantasie. Büsten und Figurinen, mehr Kunstobjekt als Puppe,
gehören gleichfalls dazu.
Fast immer sind es Unikate aus selbsttrocknender
Modelliermasse, Kunststoffmasse, seltener in Porzellan.
Ihre Puppen sind keine starren Geschöpfe, die einfach nur
dastehen - sie strahlen einen lebendigen Charakter aus und
wollen mit dem Betrachter kommunizieren. Sie haben
Eigenständigkeit und eine eigene Seele: mal sind sie schön,
sanft und vollkommen, mal wieder verschmitzt und machen sich
über den Ernst des Lebens lustig.
Udo Leidner, Museumsleiter Neustadt/Coburg: "Ihre
Erwachsenendarstellungen, die sie neuerdings als figürliche
Kleinplastiken umsetzt, sind besonders herauszustellen.
In Posen, Mimik und Gestik sind sie auf eine bestimmte Aussage
festgelegt. Akribische Anatomiestudien belegen ein hohes Maß an
Verständnis für den menschlichen Bewegungsapparat, der aber
wieder durch den völligen Verzicht auf Polychromie relativiert
wird und daher doppelbödig erscheint.
"Der Geschäftsmann" der nie Zeit hat, "Der Säufer", der alles
verloren hat, “Die Schwangere“, die in sich hinein hört .....
sie sind daher sowohl Figuren nach genauem Naturstudium, als
auch Darstellungen eines Charakterzuges, eines menschlichen
Schicksals oder eines Gefühlszustandes."
Elisabeth Flueler-Tomamichel erhielt mehrere Auszeichnungen und
Preise bei internationalen Wettbewerben und ist in 13
verschiedenen Puppenbüchern vertreten. 1992 wurde sie als
viertes ausländisches Mitglied von NIADA (National Institute of
American Doll Artists) aufgenommen und war 1993
Gründungsmitglied des Verbandes europäischer Puppenkünstler
(VEP).
Teilnahme und Siege an den verschiedensten Wettbewerben in der
Zeit zwischen 1977 - 1986. Danach keine Wettbewerbe mehr. Ab
1993 Jurymitglied bei internationalen G.D.S.-Wettbewerben für
Künstlerpuppen. Seit 1995 beratendes Jurymitglied für die
Verleihung des Max-Oscar-Arnold-Kunstpreises der Stadt
Neustadt.
Vom Kultursenat der Stadt Neustadt erhielt sie selbst 2001 den
höchsten Max-Oscar-Arnold-Kunstpreis für ihr gesamtes
Lebenswerk zugesprochen.
Ihre wichtigsten Auszeichnungen
