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Biographie von Hennie Koffrie (Holland)

Hennie Koffrie (Holland) besuchte die niederländische Kunstakademie "t Gooi". Als freischaffende Künstlerin fertigt sie Theaterpuppen, kleine Theatermasken und Puppenobjekte. Bei letzteren arbeitet sie mit Modelliermasse, japanischem Muschelsandton, Seide und antiken Textilien. Jede ihrer Arbeiten ist ein Unikat.

"Auf verschiedene Art und Weise versuche ich meinen Arbeiten Ausdruck zu verleihen. Sobalanciere ich stets zwischen dem Papier für Aquarelle/Collagen und dem Pop-Objekt, das vielleicht mein stärkstes Expressionsmittel ist.

Ich fühle mich dadurch nicht immer an traditionelle Formen und Materialien gebunden,obwohl ich gerne altes Textil und Muschelsandton verarbeite, um auf diese Weise Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu verknüpfen. Und genau das ist auch ein großer Teil meiner künstlerischen Intension: Immer darauf gespannt sein, welche Entwicklung mein Gebilde nimmt: Etwas weites Neues, oder ein Rückfall in die Darstellung introvertierter ewiger Menschlichkeit - den Kreislauf des Lebens und die mit Humor dargestellte herrliche Verrücktheit dieser Welt.

Die Objekte sind poetisch und zeitgenössisch, sie haben eine flüchtige aber sehr eindringliche Ausstrahlung, so wie Gedanken sein können - dabei sind sie Träger aller Macht meines Denkens (und Träger können auch müde sein).

Ob ein Objekt letztendlich mein Atelier verläßt, wird bestimmt durch seine innere Verpflichtung, die einleuchtend, ausstrahlend und mysteriös sein soll.

Da alle meine Puppen Unikate sind, verwende ich für jede wieder andere Techniken. Ich modelliere sehr stilistisch, ohne Überflüssigkeiten. Meine eigenen Hände spiegeln sich oftmals in meinem Puppen wider: lang und schmal!

Bei meiner ganzen Arbeit möchte ich das Textil nicht vermissen - es gibt Inspiration und daes ein lebendes Material ist, bietet es große Möglichkeiten der Metamorphose. Dasselbe Objekt mit oder ohne Textil hat eine ganz andere Aussagekraft.

Und so liegt darin auch ein bisschen das Geheimnisvolle meiner Puppen, im durch Jahrhunderte gehegten und dann vernachlässigten Textil."

Hennie Koffrie